Zur Erinnerung an Katharina Focke

Am 10 Juli 2026 jährt sich der Todestag von Katharina Focke zum 10. Mal. Vielen Kölnerinnen und Kölnern ist Katharina Focke als engagierte und leidenschaftliche Politikerin bekannt. 

Die Sozialdemokratin war von 1966 bis 1969 Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags und ab 1969 Mitglied des Deutschen Bundestages sowie parlamentarische Staatssekretärin unter Bundeskanzler Willy Brandt. Von 1972 bis 1976 war sie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Eine der ganz wenigen Frauen, die bis dahin ein Ministerium führten. 

Nach ihrer aktiven Zeit als Politikerin engagierte sich Katharina Focke in Köln zu den Themen Migration und Integration. Sie gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern des Kölner Runden Tisches gegen Ausländerfeindlichkeit, der sich später in Kölner Runder Tisch für Integration umbenannte. Sie prägte die Arbeit des Runden Tisches anderthalb Jahrzehnte wesentlich mit.

Ihre besonderen Anliegen waren die Einrichtung eines Amtes für Integration und Vielfalt, die Erarbeitung eines umfassenden städtischen Integrationskonzeptes sowie die Verbesserung der Situation Geflüchteter in Köln. Sie lebte das Motto des Kölner Runden Tisches „Gemeinsam sind wir Köln“ und setzte sich engagiert für Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Menschen ein.

Hans Oster, Sprecher des Runden Tisches für Integration: „Engagierte Menschen wie Katharina Focke, die sich für Andere einsetzen und sie vor Anfeindung und Ausgrenzung schützen, fehlen immer, wenn sie nicht mehr da sind. Uns aber aktuell umso mehr, da auch in Köln Hass, Hetze und Ausgrenzung  wieder deutlich wahrnehmbar zunehmen.“