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Der Kölner Runde Tisch für Integration

…ist ein Bündnis gegen Vorurteile, Ausgrenzung, Benachteiligung und Gewalt. An ihm beteiligen sich Kölnerinnen und Kölner mit und ohne deutschen Pass, Menschen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbänden, Initiativen, Medien und aller Religionen.

Ziel der Arbeit des Runden Tisches sind eine bessere Verständigung mit der zugewanderten Bevölkerung, der Abbau von Fremdenfeindlichkeit und die Information über Hintergründe.

Kölner Bevölkerungszahlen

Köln hat eine lange Einwanderungstradition. Von insgesamt 1,023 Millionen Kölnern und Kölnerinnen (2005) hatten 313.000 Personen (30 %) einen Migrationshintergrund. Bei den unter 18-jährigen beträgt der Anteil 46 % (75.000). Mit diesen Zahlen unterscheidetsich Köln kaum von anderen großen westdeutschen und westeuropäischen Städten. Festzuhalten ist, städtische Integrationspolitik ist heute – und künftig noch verstärkt – von zentraler Bedeutung für die Zukunft.

Heute werden Standortentscheidungen zunehmend aufgrund ihrer Internationalität, ihrer Innovationskraft und ihrer Offenheit gegenüber modernen interkulturellen Lebensformen getroffen. Insofern ist eine gesamtheitliche moderne Integrationspolitik Bestandteil der Zukunftssicherung der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Potentiale im demografischen Wandel

Integrationspolitik muss vor allem für sozialen Frieden, geordnete Konfliktregelungen, Abbau von gegenseitigen Ängsten, gegenseitige Anerkennung, Begegnung der Kulturen, Abbau von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt, Beseitigung von Diskriminierungen sowie für rechtliche Gleichstellung und politische Teilhabe sorgen.

Noch aber zeigen die Bildungschancen und –erfolge von Migranten und Migrantinnen ebenso wie ihre soziale Wirklichkeit, dass wir von einer Gleichstellung noch weit entfernt sind.
Einerseits beklagt die Politik sinkende Kinderzahlen und die Überalterung der Gesellschaft. Andererseits erlauben wir uns den Luxus, die bereits geborenen Kinder nicht ausreichend zu qualifizieren. Nicht ihnen sondern den Ungeborenen gilt die öffentliche Aufmerksamkeit.

Integrationspolitik in Köln

Köln reagiert, aber es reagiert mit Stückwerk. Die Stadt sowie Initiativen und Vereine haben oft Dank persönlichen Engagements ein beachtliches Niveau und vielversprechende Ansätze aufzuweisen. Zu nennen sind hier vor allem: das Interkulturelle Referat, die Steuerungsgruppe Integration sowie die Integrationskonferenzen, die Entwicklung einer Integrationslandkarte für Köln durch das Ausländeramt, der Integrationsrat beim Stadtparlament, sowie die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und der Migrationsdienste.

Festzustellen ist aber auch, dass man in Köln insgesamt nicht von einer gesamtheitlichen, zukunftsorientierten Integrationspolitik sprechen kann.

Der Runde Tisch für Integration möchte für Köln einen Prozess einleiten, der in eine gesamtheitliche Integrationspolitik mündet.

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