Der Runde Tisch positioniert sich zu den Protesten am 22. April 2017

Aufruf zu Aktivitäten für eine weltoffene, integrative, demokratische und tolerante Gesellschaft – aus Anlass des AfD Bundesparteitages in Köln

Der Kölner Runde Tisch für Integration ruft dazu auf, am 22. April 2017 friedlich und mit vielfältigen politischen und kulturellen Aktivtäten für eine weltoffene, integrative, demokratische und tolerante Gesellschaft zu demonstrieren. In diesem Sinne unterstützen wir Aktivitäten des Bündnisses „Köln stellt sich quer‟ und seiner Mitgliedsorganisationen.

Die Mehrheit der Menschen in unserer Stadt und in unserem Land stellt sich mit Empathie und Selbstbewusstsein der Herausforderung Geflüchtete Menschen aufzunehmen, sie willkommen zu heißen, ihnen Wege für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Trotz aller Probleme und Versäumnisse der vergangenen Jahre sind die Weichen für die Integration in unserer Gesellschaft gestellt. Einheimische wie Migrantinnen und Migranten engagieren sich für ein gutes Zusammenleben, ein neues Wir auf der Basis der Menschenrechte und der Toleranz und des gegenseitigen Respektes unterschiedlicher Kulturen.

Wir gemeinsam müssen die Hindernisse und Ausgrenzungen im Bildungssystem, in der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft überwinden, die besonders die gleiche Teilhabe vieler Migrantinnen und Migranten verhindert. Integration und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.

Das Grundsatzprogramm und der Leitantrag zum Wahlprogramm der AfD zeichnen ein Zerrbild der gesellschaftlichen Realität. Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten werden verantwortlich gemacht für Kriminalität, Probleme der Sozialversicherung, Mangel an bezahlbaren Wohnungen, gesellschaftlichen Konflikten. Forderungen der AfD nach der Verschärfung des Aufenthaltsrechtes, der Streichung der doppelten Staatsbürgerschaft, der Verschärfung der Regeln für die Einbürgerung, der Rückführung von 200 000 Migrantinnen und Migranten jährlich schädigen nicht nur die Integrationspolitik, sondern auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Ihr Angriff auf den Islam ist ein Angriff auf die Religionsfreiheit und damit auf alle Religionsgemeinschaften. Ausgrenzung und Abschottung zerstören das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Dem müssen wir klar und eindeutig entgegentreten mit unseren Argumenten und unserem Handeln.

Dr. Wolfgang Uellenberg – van Dawen

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